Meine Kunst lasse ich nicht liegen, ich müsste mir ewige Vorwürfe machen!

Konzertreihen, Festspiele, Festivalwochen – Jubiläen und Widmungen.
Doch wen feiern wir, wenn die Kunst diverser Jubilare bei Konzerten und Festivals zur Aufführung kommt? Wen oder was lassen wir tatsächlich hochleben? Sind es die Persönlichkeiten oder ist es schlichtweg deren Musik, deren Klänge weitaus leichter und rascher die Wege in die Erinnerung der Zuhörenden finden als Lebensinhalte und Schicksalsmomente aus den Curricula der jeweiligen MusikerInnen, als der Mensch selbst? Apropos gendern, natürlich sollten Jubiläen weiblicher Komponistinnen ebenfalls feierlich begangen werden, nur: Wie oft steht beispielsweise Clara Schumann, aus deren Feder das Titelzitat stammt, als Musikschaffende auf Konzertprogrammen? Oder Fanny Hensel, geborene Mendelssohn Bartholdy? Um nichts weniger talentiert als ihr berühmter Bruder Felix, bleibt gespannt abzuwarten, wie viel Ensembles, Intendanten und Direktoren sich im kommenden Jahr anlässlich ihres sich zum 180. Mal jährenden Todestages ihres Musikguts annehmen werden.
Wo liegt also die Aufmerksamkeit, wenn man gespannt, sinnierend, vertieft in den hölzernen Bänken der Leonhardskirche sitzt und der Musik eines Mussorgski, Britten, Bach, Schostakowitsch, Händel, Haydn, Tschaikowski, Bruckner, Wagner, Beethoven lauscht? Gewiss, die aus den Partituren dieses Musiksommers zum Klingen gebrachten Melodien stammen von den talentierten Geistern all dieser großen Komponisten, zu Papier gebracht in Momenten der Inspiration und Schöpfungslust. Und doch braucht Musik die Interpretin, den Interpreten gleichwie das zuhörende Ohr, um zu lebendiger, bewegender, berührender Kunst zu werden.
Den Raum, den Moment, den Menschen. Und den Frieden. Dass wir trotz abgeworfener Bomben und gefeuerter Raketen, trotz zerstörter Leben und verwüsteter Orte auf einer Bühne wie dem Altarraum in St. Leonhard zum Leben erweckte Klänge hören dürfen – ‚Magische Momente‘ oder ‚Klassische Kostbarkeiten‘, wie es das Programm verspricht –, ist ein unsagbar wertvolles Privileg. Weil wir derzeit am dafür noch ausreichend friedlichen Ort leben. Möge es so bleiben, möge anderenorts alsbald wieder Friede einkehren, und möge die Kreativität das Schöne und Wahre immer wieder unter den Menschen verbreiten und so, neben anderen mitmenschlichen wie empathischen Taten, friedensstiftend sein!
Auf dass die Musik St. Leonhard aufs Neue verzaubere!

Prof. Dr. Klaus Albrecht Schröder
Schirmherr des Musiksommers St. Leonhard
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Sie können Karten zu allen Konzerten auch online über ‚Eventim‘ kaufen.
Programm
2026
Donnerstag, 16. Juli



‘Magische Momente’
LunoWinds — Biosphären Blasorchester
Lukas Lassacher — Bassposaune
Günther Binggl / Roman Gruber — Dirigat
Werke von Philip Sparke, Steven Verhelst, Johan de Meij u.a.
Das Biosphären-Eliteensemble aus dem Lungau führt mit tollem
Bläsersound in magische Sphären großer Weltmusik
Donnerstag, 23. Juli
‘Festliche Blechbläser’
Brass Ensemble des BRSO München
Trompete
Martin Angerer (Leitung)
Thomas Kiechle, Herbert Zimmermann, Fabian Kurpiela
Horn
Carsten Carey Duffin
Posaunen
João Pedro Pereira de Abreu, Uwe Schrodi, Lukas Gassner, Csaba Wagner
Tuba
Stefan Tischler
Musik von Modest Mussorgski, Benjamin Britten, Johann Sebastian Bach, Dmitri Schostakowitsch u. a.
Zehn exquisite Blechbläser laden zu einer packenden Klangreise durch die Musikwelt von Johann Sebastian Bach bis zu Benjamin Britten.
Donnersatg, 30. Juli


‘Hallelujah! Händel!’
BachWerkVokal Salzburg
Gordon Safari — Leitung
Glanzvolles Barock im Weltklasseformat bietet ein Querschnitt durch das
berühmteste Oratorium der Musikgeschichte – „The Messiah“ von Georg Friedrich Händel
Donnerstag, 6. August


‘Klassische Kostbarkeiten’
Academia Allegro Vivo
Matthias Bartolomey — Violoncello
Vahid Khadem-Missagh — Violine und Leitung
Feinste Klassik vom Joseph Haydn und große Romantik von Tschaikowsky, interpretiert von einem hochkarätigen Ensemble
Mit freundlicher Unterstützung von

Salzburg´s Jedermann zu Gast beim Musiksommer St. Leonhard
Premiere!
Donnerstag, 13. August

‘Der Hagestolz’
Philipp Hochmair liest Adalbert Stifter
Die Österreichischen Salonisten
Publikumsliebling und „Jedermann“ Philipp Hochmair liest einen Klassiker
österreichischer Literatur – dazu kommt beseelte Kammermusik von Bruckner
Mit freundlicher Unterstützung von
Freitag, 14. August



‘G’sungen und g’spielt’
Echte Volksmusik mit dem Familiengesang Zeilner,
der Kiesenhofer Geigenmusi und den Alpenlandler Musikanten
Donnerstag, 20. August


‘Wagner & Beethoven’
Orchester der Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker
Martin Rajna — Dirigent
Beethoven und Wagner – zeitlose Meisterwerke aus dem 19. Jahrhundert, gespielt im jung-philharmonischen Zauberklang von heute
Premiere!
Donnerstag, 27. August
Skandinavische A Cappella-Meister!

‘The Real Group (S) ’
Das international gefeierte Vokalquintett aus Schweden ist erstmals
mit Highlights aus seinem Repertoire im Lungau zu erleben

Anreise
Der Leonhardsberg ist an den Konzertabenden für den Verkehr gesperrt.
Ausgenommen sind Menschen mit Behinderung (Ausweis nach § 29b StVO)
Die Eintrittskarten inkludieren einen GRATIS BUS SHUTTLE
Der Shuttle Service mit modernen Niederflurbussen fährt jeweils ab 18:30 im 15 Minuten Takt. Letzte Fahrt um 19:45 Uhr
Haltestellen:
Parkplatz Schulzentrum Lasabergweg
Marktplatz Tamsweg
Ursprung Leonhardsberg
Rücktransport nach den Konzerten.
Tickets
Ticketpreise:
Kinder bis 10 Jahre € 5.-
Jugend, Student € 15.-
Ö1 Club € 25.-
Erwachsene € 28.-
Abendkassa + € 4.-
Kartenvorverkauf:
Büchergewölbe Elisabeth Mandl
Amtsgasse 15, 5580 Tamsweg
Tel.: 06474 2900 | E-Mail: info@buechergewoelbe.at
Ermäßigte Tickets für Mitglieder der Lungauer Kulturvereinigung LKV
ausschließlich im Kartenvorverkauf bei:
LKV – die künstlerei
Hatheyergasse 2, 5580 Tamsweg
Tel.: 06474 26805 | E-Mail info@lungaukultur.at
Öffnungszeiten Büro:
Donnerstag 08:00-12:30
Einlass 19.00
Beginn 20.00
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